Fukushima 50

„The total number of people killed directly by nuclear radiation in Fukushima is zero. The total directly injured by radiation is also zero.“

In Japan kommt Fukushima 50 ins Kino (https://www.fukushima50.jp/), ein Film über die entscheidenden Stunden und das persönliche Schicksal der ungefähr 50 Mitarbeiter, die im Zuge des Tōhoku-Bebens mit resultierendem Tsunami und seiner Zerstörungen im Kernkraftwerk Fukushima Daiichi im Jahre 2011 vor Ort ein (noch) schlimmeres Desaster verhinderten – drohend durch technische Mängel, denen zuvor sträflich nicht genug Aufmerksamkeit geschenkt worden war. Der Film spielt mit der charaktergebundenen Dramatik desaströser Ereignisse, wie es z.B. auch Oliver Stone in World Trade Center vorführte. Ken Watanabe – er spielt die Hauptrolle, ist einer der ganz Großen des japanischen Kinos und auch international ein gern besetzter Star – sagte bei der Filmvorstellung, dass der Plot nicht über richtig oder falsch von Kernkraft urteile, wohl aber das Nachdenken über die Zukunft bei der japanischen Jugend anrege (https://mainichi.jp/english/articles/20190418/p2a/00m/0na/017000c).

Was lässt sich 9 Jahre später im Nachhinein zu den gesundheitlichen und wirtschaftlichen Folgen dieses Desasters für Japan und den Rest der Welt sagen? Deutlich wird, dass niemand an der freigesetzten Strahlung starb – während der verheerende Tsunami direkt über 16.000 Menschenleben gekostet haben soll, in der Präfektur Fukushima ca. 1600 – aber eine recht große Anzahl (konservativ geschätzt wohl einige hundert, doch manche Zahlen gehen über 2000) ältere Leute durch überhastete Evakuierungsmaßnahmen vorzeitig an Erschöpfung und medizinisch mangelhafter Betreuung starben – nicht wenige darunter, die wohl noch heute vor ihrem Hause sitzen würden, wenn man sie nicht aus eben diesem überstürzt evakuiert hätte (in einem Bericht wird gezeigt, dass die Anzahl derjenigen, die in der Region Fukushima durch die Evakuierung ihr Leben verloren, wenigstens ebenso hoch sei, wie die Opfer durch Tsunami und seiner Verheerungen https://t1p.de/9kjr). Ebenso deutlich werden auch die enormen Kosten, die auf die Einwohner Japans zukamen und noch zukommen werden, infolge der resultierenden Verteuerungen auf dem Sektor der Energiewirtschaft und nötigen Reparaturarbeiten der verantwortlichen Firma TEPCO (was die finanziellen Folgen der German Angst im über 9000 Kilometer entfernten Deutschland bis heute sind, darüber streiten und klagen im Zuge eines wohl wahltaktisch motivierten vorschnellen Ausstiegs aus ihrer Kernenergie die Politiker und betroffenen Steuerzahler des Landes – Premierminister Abe hatte übrigens vor seinem überwältigenden Wahlsieg 2017 verkündet, zur verlässlichen Versorgung des Landes mit Strom die Kernkraft wieder auf ein hohes Level, vergleichbar dem Anteil vor dem Fukushima-Desaster, von über 20% zu bringen). Die Fischerei in einem schmalen, betroffenen Küstenabschnitt ist bis heute eingeschränkt, doch die Versorgung durch streng kontrollierte Fisch- und Meeresprodukte war landesweit nie ernsthaft gefährdet.

Einige Zitate fachlicher Untersuchungen zeigen eine deutliche Diskrepanz zwischen der vor allem in Deutschland medial erzeugten Hysterie und dem, was sich real offenbart …

„From a global health perspective, the health risks directly related to radiation exposure are low in Japan and extremely low in neighbouring countries and the rest of the world […] Nevertheless, the highly-sensitive thyroid screening of those under 18 years old at the time of the accident is expected to detect a large number of thyroid cysts and solid nodules, including a number of thyroid cancers that would not have been detected without such intensive screening. Similar or even slightly higher rates of cysts and nodules were found in prefectures not affected by the nuclear accident. The substantial number of cases that have already been observed in the Fukushima Health Management Survey have been considered likely due to the sensitivity of the screening rather than to radiation exposure.“

https://www.who.int/ionizing_radiation/a_e/fukushima/faqs-fukushima/en/

„Following the Great East Japan Earthquake and Fukushima Daiichi nuclear accident, the health of local residents was seriously affected by various factors, including the evacuation immediately after the nuclear accident, the deterioration of lifestyle habits, and social changes.“

https://www.niph.go.jp/journal/data/67-1/201867010009.pdf

„Most Japanese fisheries were unaffected by Fukushima, but coastal fisheries nearest the reactors remain closed because of concern over exposure by some species, particularly those that live on or near the seafloor. These are being tested on a regular basis against Japan’s limits for radiation in seafood (which are much more strict than U.S. regulations) and these contaminated fish are not being sold internally in Japan, nor are they being exported. There is currently no concern about the levels of cesium and other radionuclides in fish off the West Coast of the U.S., nor have there been at any time since 2011.“

„What is also true is that thousands of people were killed by the earthquake and tsunami in the neighbouring areas were in shops, offices, schools, at the airport, in the harbour and elsewhere. The stress of moving the population affected by the earthquake, the tsunami and later on by the destruction of the power plant to collection areas, induced heart attacks and other medical problems in many people. So people died because of this complicated situation and not directly because of the radiation that escape from the nuclear power plant. The total number of people killed directly by nuclear radiation in Fukushima is zero. The total directly injured by radiation is also zero. Private property was damaged first by the earthquake and later on by the tsunami. After these two natural events private property was also damaged by the radiation that escaped from the power plant.“

https://www.researchgate.net/post/Is_the_Fukushima_situation_the_result_of_a_nuclear_accident_or_a_natural_disaster

… und mit Blick auf das deutsche Desaster der sog. Energiewende besonders im Nachhall Fukushimas lässt sich in Abwandlung eines gern zitierten Ausspruches aus dem Umfeld der amerikanischen Öko-Bewegung sagen:

‚Erst wenn das letzte herkömmliche Kraftwerk vom Netz ging, der letzte Privatkunde seine Energierechnung nicht mehr bezahlen kann und der letzte Bundeskanzler die Nichtgewährleistung der Sicherheitsgarantien des Staates einräumen muss, werdet ihr merken, wie lebensnotwendig die verlässliche Bereitstellung einer akzeptablen Stromversorgung ist.‘

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