Japan. Hanko ハンコ (or Inkan/いんかん 印鑑)

Known from the dawn of civilization (Sumerian, Indus and Egypt Stamps probably got used more than 5000 Years ago) Japan will lose one important institution: Hanko is a very official name stamp like the signature known on the European continent and elsewhere, valid and always needed for all major transactions in Japanese business and public life. In some aspects of life Japanese stay quite old fashioned but the end of Hanko culture is near as it was once for European gas lighting. Important politicians up to the Prime Minister himself speak already against it – for practical reason, first of all limiting bureaucracy and getting rid of the Hanko (-cult) is one important step.

Eine aus der Antike bekannte (sumerische Stempel sowie Indus- und ägyptische Stempelzeugnisse wurden schon vor wenigstens 5000 Jahren verwendet), wichtige Institution neigt sich in Japan ihrem Ende: Hanko ist der offizielle Namensstempel, der für sämtliche Transaktionen in Japan wichtig ist und für jeden volljährigen, geschäftstüchtigen Einwohner Japans zwingend nötig ist, so wichtig wie in Europa und woanders die persönliche Unterschrift (auch ich habe einen Hanko für meinen Namen ホーニック). Wichtige Politiker wie Kono Taro bis hin zum Premierminister engagieren sich nun dagegen und somit kann man vom Ende der Hanko-Kultur so ausgehen wie vom Ende der Gaslaternen in Europa.

Auch wenn viele Hanko-Stempel heutzutage maschinell gefertigt sind, so werden die besseren auch weiterhin traditionell mit künstlerischer Feinheit in Handarbeit wie seit Jahrhunderten schon gefertigt. Noch heute betreiben also einige Könner ihre kleinen Handwerksläden, die nun wohl so wenige werden, wie solche der Hersteller von Bögen/daikyū 大弓, oder Schwertern/Katana 刀. So wie deren Meisterschmiede oder die Holzschnittkünstler werden wohl die Besten ihres Faches weiterhin Kunden für ihre guten und teuren Unikate finden.

Der Hintergrund dieser Kampagne ist allerdings eher pragmatisch und dient der Eindämmung der Bürokratie, die hier in Japan noch ausgeprägter als in Deutschland ist. Selbst in diesem hochtechnologisierten Land ist die Digitalisierung der Bürokratie weit hinter Spitzenreitern wie Estland oder Dänemark, wenn auch sicherlich noch besser als in Deutschland. Einige Dokumente sind übersät mit Hanko-Stempeln, da manches Papier von Dutzenden Beamten bestätigt und mit Hanko beglaubigt wird. Wer regelmäßig – wie der Autor dieser Zeilen – Zeit und Geduld in einem japanischen Bürogebäude lässt, wer stundenlang in der Immigration in Yokohama, in diversen Agenturen oder in den Rathäusern des Landes mit anschaut, wie Papiere von A nach B getragen und gestempelt werden, kann hier jede Verbesserung nur begrüßen und vom Hanko-Kult wegzukommen, ist schon mal ein guter Schritt.

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